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Neue Initiative der SVV: Ein guter Einstieg: Wöchentlich ein vegetarischer Tag

Staatlich bestätigt: Soja = Gesundheitskost

In den USA dürfen nun Produkte, die Soja enthalten, als gesundheitsfördernd gekennzeichnet werden, wie die zuständige Stelle «U.S. Food and Drug Administration» (FDA) am 20. Oktober 1999 bekannt gab.

Nahrungsmittel, die mindestens 6,25 Gramm Soja enthalten (ein Viertel der empfohlenen Tagesportion), dürfen demgemäss eine Packungsaufschrift tragen, welche die gesundheitlichen Vorteile bezüglich koronarer Herzkrankheiten des Produktes hervorhebt.
«Es ist erwiesen, dass Sojaeiweiss in einer Ernährung mit wenig gesättigten Fetten und Cholesterin helfen kann das Risiko einer Herzerkrankung zu vermindern», begründete die FDA ihren Entscheid.
Die Kennzeichnung darf zum Beispiel auf folgenden Produkten angegeben werden:
Tofu, Soja-Getränke, Fleischalternativen mit Soja und bestimmte Backwaren mit Soja.
Die Nahrungsmittel dürfen die Gesundheitsanpreisung nur tragen, wenn sie fettarm sind, wenige gesättigte Fette und Cholesterin enthalten. Produkte, die ausschliesslich aus Sojabohnen hergestellt werden (ohne Fettzusatz), dürfen immer entsprechend gekennzeichnet werden.
Die FDA erwähnte auch, dass Sojabohnen bereits in so vielen Produkten enthalten seien, dass man zu allen drei Mahlzeiten und zwischendurch entsprechende Produkte essen könne.

Beurteilung:

Auch diese Meldung bestätigt die in den letzten Vegi-Infos erläuterte Theorie, dass kaum eine Organisation heute noch wagt ein bestimmtes Nahrungsmittel wegen seiner Gesundheitsgefährdung anzugreifen. Es ist viel einfacher alle anderen Nahrungsmittel positiv hervorzuheben als ein Produkt (z.B. Fleisch) direkt anzugreifen. Die FDA hat trotz ihrer sonst sehr konservativen Einstellung eingesehen, dass gesättigte Fette (welche hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommen) und Cholesterin (welches ausschliesslich in tierischen Produkten vorkommt) problematisch für die menschliche Gesundheit sind. Da sie jedoch nicht direkt gegen die Fleisch-, Milch- und Eierlobby ankämpfen kann, macht sie es indirekt, in dem sie die Alternativen zu diesen Produkten fördert. Es ist klar, dass dies auch schon ein grosser Fortschritt ist, schliesslich gibt es kaum Menschen, die Fleischalternativen und Fleisch gleichzeitig essen. Somit wird mit jedem verkauften Sojaprodukt ein tierisches Produkt weniger konsumiert, was natürlich nur positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Konsumenten hat. Deshalb kann trotz diesem indirekten Weg der FDA zu ihrem immer noch ziemlich mutigen Schritt gratuliert werden. Da bereits über 40% aller Todesfälle in den USA (ca. 60’000’000 jährlich) auf kardiovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen sind, fühlte sich die FDA offenbar endlich dazu gezwungen wenigstens einen ganz kleinen Schritt dagegen zu unternehmen.

Weitere Infos zu Soja:

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Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 7.1.2010