Editorial zu Vegi-Info 2/98
Schlachthof intern
Liebe Leserinnen und Leser,
Obwohl die meisten Menschen (zumindest in der Schweiz)
tagtäglich Fleisch essen, wissen die wenigsten, wie ihr Steak
oder Ihre Wurst entstanden ist. Die Schlachthöfe liegen gut
versteckt, und geschlachtet wird meist schon im Morgengrauen.
Deshalb geben wir in diesem Heft einen Einblick in diesen oft
verdrängten Ort auf den mittleren acht
Seiten dieses Heftes. Sie können diesen Mittelteil
heraustrennen und an bekannte oder verwandte Fleischesser
weiterreichen, auch wenn Sie selbst (als Vegetarier/in) den Text
lieber nicht lesen möchten.
Ich muss gestehen, dass mir dieser Text sehr unter die Haut ging,
obwohl ich durch meine Arbeit im Vegi-Büro schon vieles
darüber gelesen, gehört und gesehen habe. Nach reichlichen
Überlegungen entschied ich mich dennoch, ihn zu publizieren und
hoffe damit einige Personen aufrütteln zu können, sich
aktiv für die Verbreitung der vegetarischen Lebensweise
einzusetzen.
Der Text kann auch als Separatdruck beim Vegi-Büro nachbestellt
werden. (siehe Hinweis am Ende des Textes)
Auch der erste Artikel dieses Heftes trägt einen (zumindest
für gesundheitsbewusste Vegetarier) eher abschreckenden Titel:
Fast-Food-Vegetarismus. Allerdings aus
ganz anderen Gründen (Ökologie, Gesundheit,...).
Ich hoffe jedoch, dass trotz diesen, für ein vegetarisches Heft
etwas ausgefallenen Themen viele Leser die Artikel lesen werden.
In Zukunft werden Sie wieder für längere Zeit von den
Zuständen innerhalb der Schlachthöfe verschont. Doch einmal
musste auch dieses Thema aufgegriffen werden, da es doch sinnvoll
ist, auch als Vegetarier/in und Tierfreund/in, sich diese
Zustände zu vergegenwärtigen.
Ich hoffe deshalb, dass der Schlachthoftext nicht Resignation
hervorruft, sondern neuen Antrieb gibt, um aktiv zu werden.
Herzlich
Renato Pichler
SVV-Präsident, Leiter Vegi-Büro Schweiz
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